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	<description>Wie Kinder die Welt mit Freude sich erlesen</description>
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		<title>Shaun Tan exklusiv</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 18:12:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ciffi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Shaun Tan hat am Freitag auf der Buchmesse den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen. Tan hat ihn in der Sparte Bilderbuch für sein Buch &#8222;Geschichten aus der Vorstadt des Universums&#8220; erhalten. Sarah Wildeisen hat Tan exklusiv für PankowLiest! und die tageszeitung interviewt. PankowLiest! bringt heute den ersten Teil des Interviews, das Tara Cristopeit übersetzt hat. Es regnet [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pankowliest.wordpress.com&amp;blog=7801329&amp;post=321&amp;subd=pankowliest&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>Shaun Tan hat am Freitag auf der Buchmesse den Deutschen Jugendliteraturpreis  gewonnen.<br />
</address>
<address>Tan hat ihn in der Sparte Bilderbuch für sein Buch &#8222;Geschichten aus der Vorstadt des Universums&#8220; erhalten.<strong><span style="color:#993300;"> Sarah Wildeisen</span></strong> hat Tan exklusiv für PankowLiest! und die tageszeitung interviewt. PankowLiest! bringt heute den ersten Teil des Interviews, das Tara Cristopeit übersetzt hat.</address>
<address> </address>
<p><strong><span style="color:#993300;">Es regnet in Strömen, dröhnend reißt eine Maschine den Asphaltbelang von  der Strasse, der australische Illustrator und Autor Shaun Tan betrachtet  Berlin durch die Frontscheibe der Hotellobby. Als sich der nachdenkliche  Mann wieder dem Tisch zuwendet, fällt sein Blick auf das Buch, das dort  liegt: Die deutsche Ausgabe von &#8222;Ein neues Land&#8220;, von ihm gestaltet und  gezeichnet.</span></strong></p>
<p><strong>Shaun Tan:</strong> Oh, was ist denn mit Ihrem Buch passiert?</p>
<p><strong>taz: Das wurde von unseren Hasen angeknabbert.</strong></p>
<p>Mein Papagei hat es auch auf Bücher abgesehen. Wahrscheinlich ist Tieren das Material genau recht. Da können sie sich gut drin festbeißen.</p>
<p><strong>Tiere mit skurrilen Eigenschaften spielen in Ihren Büchern eine Rolle. </strong></p>
<p>Ich glaube, die Tiere repräsentieren für uns so etwas wie pure Emotion, ohne die Komplikation, die durch Gedanken entstehen können. Wenn sie hungrig sind, füttern wir sie. Und wir lieben sie bedingungslos.</p>
<p><strong>Für wen machen Sie ihre Bücher?</strong></p>
<p>Wenn ich ein Buch mache, ist das eher eine egoistische Angelegenheit. Ich denke nicht an die Leser. Ob &#8222;Ein neues Land&#8220; ein Kinderbuch oder eins für Erwachsene ist, ist nicht vorrangig wichtig. Ich habe mich mit dem Thema Migration beschäftigt. Hätte ich eine Ausstellung dazu in einer Galerie gemacht, würde es genauso aussehen.</p>
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<p><!--  end  smarty/article_rectangle.tmpl --><strong>Warum lassen Sie sich von Kinderbuchverlagen herausgeben?</strong></p>
<p>Kinderbuchverlage wissen am besten, wie man ein illustriertes Buch herausgibt. &#8222;Die Fundsache&#8220; zum Beispiel, die jetzt auch in Deutschland erschienen ist, wurde in Australien im konventionellen Bilderbuchformat herausgebracht. Auch dort wurde ich immer nach dem Alter meiner anvisierten Leser gefragt. Das hat mich irgendwann genervt. Ich wollte mit &#8222;Ein neues Land&#8220; beweisen, dass es auch Bilderbücher für Erwachsene geben kann. Meine Bücher haben, glaube ich, viel mehr mit dem Individuum zu tun als mit einer bestimmten Altersgruppe.</p>
<p><strong>Wie reagieren Kinder und Jugendliche auf Ihre Bücher?</strong></p>
<p>Mich überrascht immer wieder, dass sie ihnen gut gefallen &#8211; auch jungen Kindern, die sieben Jahre alt sind. Ich frage mich immer, was ich mit sieben gedacht habe. Wahrscheinlich hätte ich meine Bücher gar nicht gemocht. Aber das hängt immer vom Kind ab. Ich versuche eine Regel einzuhalten. Der Leser braucht vorher nichts darüber zu wissen. Er muss die Geschichte Australiens nicht kennen. Ich setze auch keinen bestimmten Bildungsgrad voraus.</p>
<p><strong>Wie erklären Sie sich, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene ihre Bücher mögen?</strong></p>
<p>Es fühlen sich viele Menschen angesprochen. &#8222;Die Fundsache&#8220; ist die Geschichte eines Jungen, der ein verirrtes, tierartiges Wesen findet und sich darum kümmert. Obwohl die Bilder komplex und detailliert sind, können Fünfjährige sie lesen. Denn an der Oberfläche ist es ganz einfach. Für mich ist das immer ein Test, ob die Bilder auch ohne Worte funktionieren.</p>
<p><strong>Haben Sie &#8222;Ein neues Land&#8220; für Leute gemacht, die nicht lesen können? </strong></p>
<p>Nein, dass es gerade für Migranten, die wenig Englisch sprechen, von Interesse sein könnte, hatte ich gar nicht bedacht. Was mich sehr berührt hat, war, dass Kinder von Einwanderern ihren Eltern &#8222;Ein neues Land&#8220; schenkten.</p>
<p><strong>Und wie kamen Sie auf die Idee, ohne Worte zu erzählen, nur in Bildern?</strong></p>
<p>&#8222;Ein neues Land&#8220; gründet auf den Erfahrungen, die mein chinesischstämmiger Vater machte, als er aus Malaysia nach Australien kam. Wenn ich ihn danach fragte, bekam ich meistens eine sehr einfache kurze Antwort. Deshalb gab es in der ersten Version immer kurze Sätze unter ausführlichen Bildern. Aber immer, wenn ich den Bildern Wörter beifügte, sah es falsch aus.</p>
<p><strong>Was war das Problem?</strong></p>
<p>Der Text störte den Fluss der Bilder. Es ist wie bei den meisten Comics. Es kann schnell passieren, dass man den Worten zu viel Aufmerksamkeit schenkt und sich die Bilder nicht genau genug anschaut.</p>
<p><strong>Und dann haben Sie den Text einfach weggelassen?</strong></p>
<p>Ja. Plötzlich machte alles Sinn, und die Form, nach der ich die ganze Zeit gesucht hatte, wurde offensichtlich. Dann fragt man sich: Warum ist mir das nicht früher eingefallen? Und warum hat bisher noch keiner dieses Buch geschrieben? An dem Punkt fing ich an, mir ein bisschen Sorgen zu machen.</p>
<p><strong>Sie haben vier Jahre an dem Buch gearbeitet. Warum hat das so lange gedauert?</strong></p>
<p>Während ich ein Buch illustriere, verdiene ich daran nichts. Ich muss immer andere Jobs machen, um meine Miete bezahlen zu können. Man legt also die Arbeit immer wieder nieder &#8211; um sie dann wieder aufzunehmen. Im ersten Jahr habe ich viele Fehler gemacht. Zu Beginn habe ich viele Skizzen gemacht, mit denen ich später nichts anfangen konnte. Ich habe erst nach einem Jahr verstanden, wie das Buch auszusehen hat. Aber ich wollte es auch nicht aufgeben. Ich dachte, das ist so eine gute Idee, irgendjemand muss das machen.</p>
<p><strong>Wo haben Sie das Illustrieren gelernt, an der Uni?</strong></p>
<p>Nein, all mein Können hatte ich auch schon mit 17. Ich war auf einer sehr guten Highschool mit einem erweiterten Kunstprogramm. Jeden Samstag hat man den halben Tag mit einem praktizierenden Künstler zusammengearbeitet. Drei Monate mit je einem Künstler, so dass man mit vier verschiedenen Künstlern im Jahr gearbeitet hat.</p>
<p><strong>Gibt es Künstler, die Sie ganz besonders beeinflusst haben? </strong></p>
<p>Diese Frage macht mir immer Probleme, weil es einfach tausende von Einflüssen gibt. Edward Gorey, Daniel Clowes (Ghost World), natürlich Maus von Art Spiegelman und Chris Ware. Für &#8222;The Arrival&#8220; habe ich mich von früher Fotografie inspirieren lassen, aus der Zeit, in der Fotos noch aussahen wie Gemälde. Aber auch japanische Holzschnitte, italienische Freskos. Ich bin mir bewusst, dass ich mich immer in Traditionen bewege. Du kannst keine Stadt malen, ohne mit all den Künstlern in Verbindung zu treten, die schon mal eine Stadt gemalt haben, Edward Hopper zum Beispiel.</p>
<p><strong>Wie sind Sie dazu gekommen, Kinderbücher zu illustrieren? </strong></p>
<p>Ich habe im Studium viele Science-Fiction-Magazine illustriert. Nach der Universität war ich dann praktisch arbeitslos, da ich dort auch nicht unbedingt einen Beruf erlernt habe, und so dachte ich mir, dass ich als Kinderbuchillustrator vielleicht Arbeit finden würde. Ich zeigte meine Arbeiten bestimmten Verlagen, andere Schriftsteller empfohlen mich, und so bekam ich Arbeit von Kinderbuchverlagen. Ich illustrierte auch Fantasyromane für Erwachsene, Leute mit Schwertern, Burgen, Drachen und so weiter. So konnte ich die Miete bezahlen.</p>
<p><strong>Den Jugendliteraturpreis haben Sie für &#8222;Geschichten aus der Vorstadt des Universums&#8220; bekommen &#8211; das erste Buch, in dem sie längere Texte geschrieben haben. </strong></p>
<p>Ja, aber ich habe schon früher längere Texte geschrieben. Sie waren alle schlecht und wurden nicht veröffentlicht. Vielleicht fühle ich heute dasselbe wie früher. Nur kann ich es jetzt so ausdrücken, dass sich mehr Übereinstimmungen zu dem ergeben, was andere Leuten empfinden. Wenn Leute ein Gedicht schreiben, ist das gut für sie, aber für keinen anderen, das ist das Problem. Wenn man das Gefühl behält, aber eine bessere Form findet, dann kann daraus große Literatur werden. Auch Illustration ist ein sehr gutes Medium, um Ideen auszudrücken. Weil es sehr still und durchdacht ist.</p>
<p><strong>Was hat Sie auf die Geschichte von &#8222;Eric&#8220; gebracht?</strong></p>
<p>Es gab dieses schräge Wesen mit einem kleinen Koffer in meinem Skizzenbuch, unter das ich einfach Eric geschrieben hatte. Dann kam eines Tages Besuch zu uns aus Finnland, ein Freund meiner finnischen Frau. Wir organisierten alle möglichen Ausflüge, um ihm Australien zu zeigen, aber er sagte sehr wenig. Wir waren unsicher, ob er sich freute oder nicht.</p>
<p><strong>Wie haben Sie herausbekommen, ob es ihn gefreut hat? </strong></p>
<p>Irgendwann in Helsinki. Seine Freundin war dabei und er erzählte aufgeregt von seinem Australien-Besuch. Er war begeistert von seinen Erinnerungen, viel mehr als in dem Moment, da er es erlebte. So geht es mir auch. Ich bin begeisterter von den Dingen, nachdem sie passiert sind. Das ist typisch männlich, glaube ich: Sehr viel zu fühlen, aber es nicht auszudrücken. Das bringt Probleme. In der Geschichte über Eric steckt das alles drin.</p>
<p><strong>Neben skurrilen Tierwesen sind Wolken häufig ein Motiv in ihren Bilderbüchern. Wieso?</strong></p>
<p>Wolken sind die größten Objekte, die man sehen kann. Sie haben etwas Magisches, wenn sie über den Himmel gleiten. Sie sind wie eine Idee, die sich gerade bildet. In &#8222;Die Fundsache&#8220; ist nichts Natürliches mehr erhalten &#8211; aber die Wolken sind immer noch da. Die einzige organische Form in der Landschaft. In einer künstlichen Welt bilden sie diesen einzigartigen Moment der Freiheit.</p>
<p><strong>Sie verwenden in &#8222;Ein neues Land&#8220; Bilder, die zugleich bekannt und doch fremd wirken. Ist da viel Australien drin?</strong></p>
<p>Für mich ist dieses neue Land eher eine alte Welt. Dort lebt eine Mythologie und eine alte Vergangenheit, das verbinde ich eher mit Europa. Ebenso wie die Menschen, die darin ihre Geschichte erzählen, eher aus europäischen Ländern kommen.</p>
<p><strong>Was ist australisch an dem Buch?</strong></p>
<p>Die seltsamen Tiere. In Australien gibt es einfach so sonderbare Tiere. Schnabeltiere, Kängurus, Koalas, Wombats, Tasmanische Teufel oder irgendwelche seltsamen Reptilien. Aber das Ökosystem in Australien ist sehr zerbrechlich. Viele Tiere sind vom Aussterben bedroht.</p>
<p><strong>Was hat es mit diese sonderbaren Tieren auf sich?</strong></p>
<p>Ich finde die Vorstellung reizvoll, dass da schon ein Geschöpf im Haus wohnt, als eine Art Wächter, zu dem man einfach dazuzieht. &#8222;Ein neues Land&#8220; ist eine utopische Stadt, die die Natur nicht ausschließt. Die Kreaturen, die schon vorher da waren, bleiben erhalten. Alles lebt miteinander, muss sich nicht gegenseitig verdrängen oder ausrotten. <a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/ich-denke-nicht-an-die-leser" target="_blank">taz</a></p>
<p>Bio</p>
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<h4>Der Merkwürdigzeichner</h4>
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<p>Shaun Tan hat bei der Frankfurter Buchmesse den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen &#8211; obwohl sich in seinen Büchern oft kein einziges Wort findet. Tan wurde 1974 in Perth, Australien, geboren. In seiner Heimat ist er bereits hoch gerühmt und vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem New South Wales Premiers Literary Award für die Graphic Novel &#8222;The Arrival&#8220;.</p>
<p>2008 erschienen bei Carlsen mit &#8222;Geschichten aus der Vorstadt des Universums&#8220; und &#8222;Ein neues Land&#8220; gleich zwei seiner Bücher auf Deutsch. Shaun Tan war mit beiden Büchern für den Deutschen Jugendliteratur Preis 2009 in der Kategorie Bilderbuch nominiert. Mit &#8222;Geschichten aus der Vorstadt&#8220; gewann allerdings nun das Buch Tans mit viel Text &#8211; was großes Geraune auf der Frankfurter Buchmesse auslöste.</p>
<p><a href="http://www.shauntan.net/" target="_new">www.shauntan.net</a></p>
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		<title>Buchmesse: Kinderbücher trotzen online</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 05:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ciffi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Buchmesse Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Jude Jakob von der Hoeden]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbücher]]></category>
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		<category><![CDATA[Sien Jainghong]]></category>
		<category><![CDATA[Spielkonsolen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Lesedom zu Frankfurt gibt es nun Daddelkonsolen. Die Alternative: hochwertige Kinderbücher – in Leinen gebunden. VON SARAH WILDEISEN &#8222;Guck mal! Hier gibt es Betten aus Pfahlmuscheln oder Austern und dazu Matratzen aus Seegras, Algen oder Schwamm!&#8220; giggelt Emma am Computer. Sie spielt &#8222;Muschelzimmer einrichten&#8220;, ein Spiel, das auf der Webseite zur Kinderbuchreihe Pimpinelle Meerprinzessin [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pankowliest.wordpress.com&amp;blog=7801329&amp;post=315&amp;subd=pankowliest&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Im Lesedom zu Frankfurt gibt es nun Daddelkonsolen. Die Alternative: hochwertige Kinderbücher – in Leinen gebunden. VON <a title="taz, Bilderbuch" href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/bilderbuch-trotzt-online/" target="_blank">SARAH WILDEISEN</a></h3>
<p>&#8222;Guck mal! Hier gibt es Betten aus Pfahlmuscheln oder Austern und dazu  Matratzen aus Seegras, Algen oder Schwamm!&#8220; giggelt Emma am Computer.  Sie spielt &#8222;Muschelzimmer einrichten&#8220;, ein Spiel, das auf der Webseite  zur Kinderbuchreihe Pimpinelle Meerprinzessin zu finden ist.  Pimpinella-Bücher kennt sie nicht, nur einen Auszug, der in der  &#8222;Leselok&#8220; abgedruckt ist. Die &#8222;Leselok&#8220; ist ein neues Kindermagazin, das  seit diesem Sommer kostenlos in den Zügen der Deutschen Bahn angeboten  wird. Das 20-seitige Heft ist eine Kooperation der Deutschen Bahn mit  dem Ravensburger Verlag, aus dessen Buchtiteln die Kurzgeschichten und  Romanauszüge sich der Inhalt des Reiseleseheftes zusammensetzt.<span id="more-315"></span></p>
<p>Musste das Bilder- und Geschichtenmagazin &#8222;Der bunte Hund&#8220; &#8211; an den die  &#8222;Leselok&#8220; erinnert &#8211; vor einem Jahr aus wirtschaftlichen Gründen  eingestellt werden, so macht es die Kooperation zwischen einem Verlag  und einem Unternehmen wie der Deutschen Bahn möglich ein Lesemagazin für  Kinder sogar kostenlos anzubieten.</p>
<p>Auf Kooperationen zwischen Buchbranche und anderen Wirtschaftszweigen  legt auch die diesjährige Frankfurter Buchmesse einen Schwerpunkt.  &#8222;Creative Content&#8220; steht neben dem Gastland China und &#8222;Zukunft Bildung&#8220;  im Fokus. Caroline Vogel von der Frankfurter Buchmesse erklärt: &#8222;Es hat  auch schon in den vergangenen Jahren Aussteller der Creative Industries  gegeben, das sind die Branchen Film, Games, Musik, Design und  Fotografie, aber in diesem Jahr stehen sie im Fokus und man möchte  Kooperationen verstärkt anregen.&#8220; Zwar steht das gedruckte Buch nach wie  vor im Mittelpunkt, aber &#8222;die Buchmesse wird immer mehr zu einer  Medienmesse&#8220;, so Vogel. Es geht dabei zum einen um die neuen  Leseformate, wie den ebooks und Literatur wie Manga und Fantasy zum  Downloaden fürs Handy, aber auch darum wie die Buchbranche mit anderen  gewinnbringend zusammenarbeiten kann. Veranstaltungen mit so sperrigen  Titeln wie &#8222;How to do the Frankfurt Book Fairy für die Games -Branche?&#8220;  Oder &#8222;Trendpanel Creative Industries: Future meets Books meets TV meets  Games meets Mobile?&#8220; zeugen davon, dass der Buchhandel andere  Wirtschaftszweige mit geöffneten Armen willkommen heißt.</p>
<p>Im Kinder- und  Jugendbuchbereich findet man jetzt schon für einzelne Buchtitel oder  Serien aufwendig gestaltete, eigene Webseiten mit integrierten Games,  Quizfragen und Foren, in denen sich über die Bücher ausgetauscht wird.  Wie auch die Social Media, also Plattformen wie Facebook, My Space und  Twitter genutzt werden, soll ebenfalls auf der Messe erörtert werden.  Vielleicht kommen dann Aktionen, wie die des jungen Autoren Rainer  Schmidt dabei heraus. Der ließ 300 Vorleser vom DJ bis zur Studentin je  eine Seite aus seinem 300seitigen Roman &#8222;Liebesreigen&#8220; vor laufender  Kamera lesen und stellt die Videos nun bei My Space ein. Eine Aktion,  die Aufmerksamkeit erregt.</p>
<p>Dass auch das Know-How anderer Branchen, die eine große Nähe zum jungen  Publikum haben, zu mehr kreative Inhalten, also creative content  beitragen kann, hat die Buchbranche erkannt. So bietet die Messe  Seminare an, bei denen sich Verleger von ihren Kollegen aus der  Musikbranche Tipps holen können. Besonders wichtig ist in diesem Jahr  der Bereich der Games. Bildungsverlage bringen in den letzten Jahren  verstärkt Educational Games auf den Markt, die Wissen etwa mit  Comic-Figuren und &#8211; Grafiken spielerisch vermitteln. Wie Bücher in Games  adaptiert werden und wie auch Buchhändler ihre Skepsis gegenüber  Videospielen im Buchsortiment überwinden können, sind Themen der Messe.</p>
<p>So werden überall Spielkonsolen auf dem Messegelände aufgestellt sein,  um den einen oder anderen Buchhändler zu verlocken und um an den  Publikumstagen, Samstag und Sonntag die jungen Messebesucher  anzusprechen. Es geht also kreuz und quer und alles scheint möglich oder  wie Juergen Boos während der Pressekonferenz zur 61. Frankfurter  Buchmesse verkündet: &#8222;Keiner weiß was kommt. Aber: Alle dürfen und  können alles ausprobieren&#8220;.</p>
<p>Natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Etwa so: Sind Bilderbücher im  DVD-Format zu befürworten, da sie doch gestresste Eltern noch eher dazu  bringen ihre Sprösslingen vor dem Fernseher zu parken, statt vorzulesen?  Oder: Wo bleibt das gedruckte Buch im Digitalisierungshype?</p>
<p>Während die einen crossmedial unterwegs sind, vernetzen sich andere aus  Interesse. Zum Beispiel ist der Anfang diesen Jahres neugegründete  Verein Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V., der Verlage, Autoren, Übersetzer,  Pädagogen, Wissenschaftler und Institutionen vereint, mit 13  Verlagsständen vertreten und stellt mehrsprachige (Kinder)Bücher vor.  Dieses Netzwerk setzt sich für die Sprachvielfalt ein und umfasst sowohl  das Interesse an frühen Spracherwerb als auch die Sprachförderung von  Kindern und Eltern mit Migrationshintergrund. &#8222;Man hat ja jahrzehntelang  davor die Augen verschlossen, dass Deutschland ein Migrationsland  geworden ist. Inzwischen erkennt man das Potential, das hier noch nicht  ausgeschöpft ist&#8220;, meint die Literaturwissenschaftlerin  Bettina  Kümmerling-Meibauer, die mit anderen Gästen am Donnerstag bei der  Podiumsdiskussion zum Thema Mehrsprachigkeit in der KJL teilnehmen wird.<br />
Auch der Bundesverband für Leseförderung, der sich auf der Leipziger  Buchmesse in diesem Jahr gegründet hat und ein Dachverband für alle  kleinen und großen Institutionen und Einzelpersonen darstellt, hat  erstmals einen Stand auf der Buchmesse und informiert darüber, wer was  in Sachen Leseförderung in Deutschland, Österreich und der Schweiz macht.<br />
Eine deutliche Gegenbewegung zur Digitalisierung, lässt sich im Kinder-  und Jugendbuchbereich erkennen. Man setzt auf das, was digital nicht  kann und zeigt den E-books eine lange Nase. Ästhetisch ansprechend,  inhaltlich hochwertig und häufig keiner der üblichen Sparten wie  Bilderbuch, Sachbuch oder Kinderbuch mehr zu zuordnen, entdeckt man  wahre Schätze. Der kleine, Moritz Verlag, der in diesem Jahr fünfzehn  Jahre wird, etwa legt ein großes 80-seitiges (die meisten Bilderbücher  haben 32 Seiten!) Bilderbuch mit Leinenrücken vor, in dem der  chinesische Illustrator und Künstler Chen Jianghong von seiner Kindheit  im China während der Kulturrevolution erzählt. Sowohl inhaltlich, als  auch von seinem Erscheinungsbild ein wahres Geschenk.<br />
Auch der vor einem Jahr gegründete Jacoby &amp; Stuart Verlag setzt auf  Qualität. Besonders bemerkenswert sind &#8222;Lienekes Heften&#8220;. Mit diesen  während des zweiten Weltkrieges entstandenen Bilderbuchbriefen, legt der  Verlag nicht nur ein wichtiges Zeitdokument und grafisches  Liebhaberstück vor, sondern auch eine herstellungstechnische Raffinesse.  Der Verlag hat jedes der neun Hefte, die Jude Jakob von der Hoeden  seiner inkognito bei einer anderen Familie untergebrachten Tochter  schrieb und malte in Originalgröße (etwas kleiner als ein Vokalbelheft)  und fadengeheftete nachgebildet und diesen in einen kleinen Schuber  hineingesteckt.<br />
Kostenintensiv in der Herstellung wie dieses sind auch Pop-up-Bücher,  unter denen sich mancher Schatz entdecken lässt. So zum Beispiel im  Knesebeck Verlag, der eine Moby Dick-Adaption in Pop-up-Version in  diesem Herbst auf den Markt gebracht hat.<br />
Doch wie werden diese Perlen ihren Weg in Kinderhände finden?<br />
&#8222;Emma, wollen wir mal eines dieser Pimpinella-Bücher aus der Bibliothek  ausleihen?&#8220; Der Bildschirm ist schwarz, Emma sitzt auf dem Boden und  malt. &#8222;Nee&#8220;, sagt sie, &#8222;muss nicht sein, Mama.&#8220;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pankowliest.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pankowliest.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/pankowliest.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/pankowliest.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/pankowliest.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/pankowliest.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/pankowliest.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/pankowliest.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/pankowliest.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/pankowliest.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/pankowliest.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/pankowliest.wordpress.com/315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/pankowliest.wordpress.com/315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/pankowliest.wordpress.com/315/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pankowliest.wordpress.com&amp;blog=7801329&amp;post=315&amp;subd=pankowliest&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Das pupsende Pony und andere Lese-Musse</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 13:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ciffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andreas Steinhöfel]]></category>
		<category><![CDATA[Eva Muszynski]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Hohler]]></category>
		<category><![CDATA[Gudrun Likar]]></category>
		<category><![CDATA[Karsten Teich]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Gay]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Hornby]]></category>
		<category><![CDATA[Rotraut Berner]]></category>
		<category><![CDATA[Salah Naoura]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Mason]]></category>
		<category><![CDATA[Soledad Bravi]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerferien]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Pankow liest! und die taz packt SARAH WILDEISEN die schönsten Kinder- und Jugendbücher dieses Sommers ein. Mit Rotraut Berner, Andreas Steinhöfel, Michael Gay, Tulipan, Franz Hohler und vielen anderen. Lektüren für 1 bis 12 Jährige! Die Wortschatzkiste von Rotraut Susanne Berner, weil man mit ihr &#8222;Einfach alles!&#8220; in einem hat: eine Wörtersammlung, ein Wörterbuch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pankowliest.wordpress.com&amp;blog=7801329&amp;post=267&amp;subd=pankowliest&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Für Pankow liest! und die taz packt <span style="color:#993300;"><strong>SARAH WILDEISEN</strong></span> die schönsten Kinder- und Jugendbücher dieses Sommers ein.</h2>
<address> </address>
<address>Mit Rotraut Berner, Andreas Steinhöfel, Michael Gay, Tulipan, Franz Hohler und vielen anderen. Lektüren für 1 bis 12 Jährige!</address>
<address> </address>
<address> </address>
<p>Die Wortschatzkiste von <strong>Rotraut Susanne Berner,</strong> weil man mit ihr <strong>&#8222;Einfach alles!&#8220;</strong> in einem hat: eine Wörtersammlung, ein Wörterbuch für sechs Sprachen, eine Spielebox mit mindestens 25 Spielmöglichkeiten und 150 Motive, um unendlich viele Bildgeschichten zu erfinden. Nicht nur für die Kleinsten, für jedes Alter hat die Wimmelweltschöpferin Rotraut Susanne Berner auf 150 Karten unsere Welt in Einzelbilder übersetzt. Hintendrauf steht der Begriff in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch und Chinesisch, dazu leere Zeilen zum Eintragen weiterer Sprachen. Eine Redewendung zu jedem Wort, wie zum Beispiel &#8222;Hinter dem Mond leben&#8220; oder &#8222;zwischen allen Stühlen sitzen&#8220; für die Begriffe Mond und Stuhl, öffnen den Blick für die Bildlichkeit unseres alltäglichen Sprachgebrauchs. <span id="more-267"></span></p>
<p>Wer Anregungen zum Spielen, Lernen, Sortieren, Erzählen und Fantasieren wünscht, findet in einem klug gemachten Begleitheftchen reichhaltige Tipps. Letztlich kann man die Karten sogar als Bauklötzchen nutzen, zum Beispiel um einen riesigen Wortkartenturm zu bauen.</p>
<h2><span style="color:#993300;"><strong>&#8222;Piep, piep, piep&#8220;</strong><br />
</span></h2>
<p><!-- start smarty/article_rectangle.tmpl --></p>
<div><!-- start adition tag --><!--  end  adition tag --></div>
<p><!--  end  smarty/article_rectangle.tmpl -->Das dicke, quadratische Pappbuch <strong>&#8222;Piep, piep, piep&#8220;,</strong> weil es nicht nur die Welt der Dinge benennt, sondern sie auch hörbar macht. Mit fröhlich plakativen Bildern ist auf der rechten Seite ein Gegenstand oder ein Tier zu sehen, dessen Geräusch auf der linken lautmalerisch beschrieben wird: &#8222;Der Schnupfen macht hatschi&#8220; &#8211; &#8222;Der Schmerz macht aua&#8220; &#8211; &#8222;Der Frosch macht quak&#8220;. Auf 55 Doppelseiten führt Soledad Bravi durch die Welt der Geräusche und hat auch an Überlebenswichtiges gedacht: &#8222;Die Steckdose macht nein!&#8220; Auch die Grenzen der hörbaren Welt hat sie ausgelotet: &#8222;Die Schnecke macht gar nichts, aber bewegt elegant ihre Fühler.&#8220; Sprach-, Welt- und Bildvermittlung vom Feinsten, zu der die Allerkleinsten vor Vergnügen quietschen!</p>
<h2><span style="color:#993300;"><strong>&#8222;Eine Dose Kussbonbons&#8220;</strong></span></h2>
<p><strong>&#8222;Eine Dose Kussbonbons&#8220;</strong> für alle Kinder, die zum ersten Mal ohne Eltern wegfahren. Wie man eine solche Dose bastelt und was es mit ihr auf sich hat, erzählt <strong>Michel Gay</strong> im gleichnamigen Bilderbuch. Der Zebrajunge Zeo hat Angst, allein wegzufahren, weil er befürchtet, ohne elterliche Gute-Nacht-Küsse nachts nicht schlafen zu können. Deshalb greift Mama zum Lippenstift und küsst mit bemalten Lippen den Papa. Die zwischen beiden Mündern gehaltenen Zettel werden zusammengefaltet und in eine hübsche Dose gepackt.</p>
<p>Diese Kussbonbons funktionieren wie Abziehbilder, bloß mit Küssen statt mit Bildern. Gleich in der ersten Nacht verbraucht Zeo die tröstenden Bonbons, aber nicht für sich allein, sondern für alle Kinder, die nicht einschlafen können. Ohne Kussbonbons, dafür aber mit vielen neuen Freunden verbringt Zeo Superferien. Beeindruckend, wie Gay seinen Zebras menschliche Gestik und Mimik so einzeichnet, dass man ihnen jede Gemütsbewegung von den Streifen ablesen kann. Und wie die Erfahrung zeigt, ist die Idee mit den Kussbonbons goldwert!</p>
<h2><span style="color:#993300;"><strong>Das pupsende Pony </strong></span></h2>
<p>Die <strong>Erstlesereihe ABC des Tulipan Verlags,</strong> weil Sechs-, Siebenjährige ihre erste Ferienlektüre selbst lesen wollen. Sich von der stupiden Massenware der Erstlesebücher abzuheben ist bei Tulipan Programm. Illustratoren mit unverwechselbarem Strich und Stil illustrieren clevere und ulkige Texte. Absoluter Kult sind in der Reihe A die <strong>Cowboy-Klaus-Bücher.</strong> Karsten Teich hat die schrägen Geschichten von Eva Muszynski um Cowboy Klaus, sein Schwein Lisa und die Kuh Rosi mit Bildern versehen, die grellbunt und nah am Comic sind. Die Bücher gefallen Mädchen genauso wie Jungs und sind einfach grandios witzig.</p>
<p>Neu in der Reihe B, also für die etwas Fortgeschrittenen, sei Gudrun Likars <strong>&#8222;Prinzessin Fibi und der Drache&#8220;</strong> empfohlen. Inhaltlich zwar nichts Neues, dafür aber sehr witzig erzählt, machen die Illustrationen von SaBine Büchner das Büchlein zu einem wahren Schatz. Unvergesslich die depperten Blechdosenritter, die verbogen und verbeult vor dem wütenden Drachen das Weite suchen!</p>
<p>In Reihe C erzählt Salah Naoura das <strong>&#8222;Geheimnis um Baldini&#8220;,</strong> eine Krimigeschichte um einen verschwundenen Musiker, lauschig überwucherten Balkonen und einem findigen, kleinen Jungen. Das Ganze mit italienischem Ambiente und schnurrigen Bildern von Katja Wehner.</p>
<h2><span style="color:#993300;"><strong>Eichhörnchen auf Misthaufen</strong></span></h2>
<p>Das <strong>&#8222;große Franz-Hohler-Buch&#8220;</strong>, weil hier 91 Erzählungen des Schweizer Humoristen versammelt sind und treffsicher von seinem Bruder im Geiste, Nikolaus Heidelbach, illustriert werden. Hohler versteht es aus den abwegigsten Ideen fesselnde Geschichten zu erfinden, die direkt kindlichen Fantasien entsprungen scheinen, aber auch Erwachsene durch hintersinnigen Humor amüsieren. Kürzeste, kurze, lange und längere Geschichten erzählen zum Beispiel von Eichhörnchen, die mit Misthaufen Freundschaft schließen, Elchen, die sich Gasmasken andrehen lassen, und Maden, die nach Hongkong reisen. Auch das Hörbuch, das der Kabarettist Hohler mit schweizerischem Akzent eingelesen hat, finden Kinder äußerst faszinierend.</p>
<h2><span style="color:#993300;"><strong>&#8222;Die Quigleys&#8220;</strong></span></h2>
<p><strong>&#8222;Die Quigleys&#8220;,</strong> weil dieses Buch vier herrlich schräge Geschichten erzählt, von der eine komischer ist als die andere. Jeweils ein Mitglied der Familie Quigley steht dabei mit seinen Nöten, Schwächen und Stärken im Mittelpunkt. Zuerst erlebt Papa als Babysitter eine scheußliche Nacht bei den Nachbarskindern. Dann kämpft Tochter Lucy mit allen Mittel, um auf einer Hochzeit als Brautjungfer im Bienenkostüm erscheinen zu dürfen. Mama erlebt an ihrem Geburtstag nur Enttäuschungen, um am Ende auf äußerst originelle Weise entschädigt zu werden. Will schließlich wirkt mehr oder weniger subtil auf seine Eltern ein, damit zu Weihnachten sein größter Wunsch erfüllt werde: ein echter Würgadler als Haustier! Lebensnah und doch irrsinnig komisch zum Vor-, Selber- und Reihumlesen, ab 8 Jahren und für die ganze Familie.</p>
<h2><span style="color:#993300;"><strong>&#8222;Rico, Oskar und …&#8220;</strong></span></h2>
<p><strong>&#8222;Rico, Oskar und das Herzgebreche&#8220;,</strong> weil der zweite Band von Andreas Steinhöfels Rico-Trilogie ein echter Knüller ist. Rico und Oskar sind einem Fall auf der Spur, in den Ricos Mutter verwickelt scheint. Aber es gibt noch mehr Gründe, die den tiefbegabten Rico an und über seine Grenzen führen. Ein unbedingtes Muss für alle, die Andreas Steinhöfels Bücher noch nicht kennen, und für alle anderen, weil sie schon die ganze Zeit nach Ricos zweitem Abenteuer gelechzt haben. Ein ganz besonderer Tipp für lange Autofahrten sind die zwei vom Autor selbst eingelesenen Rico-Hörbücher. Könnte beim Fahren allerdings gefährlich werden, denn manchmal hauts einen weg vor Lachen! Aber, Sellawie, wie Rico sagen würde.</p>
<h2><span style="color:#993300;"><strong>&#8222;Klick&#8220;</strong></span></h2>
<p><strong>&#8222;Klick!&#8220;,</strong> weil hier zehn Autoren einen Roman geschrieben haben, in dem jedes Kapitel eine Überraschung ist. Linda Sue Park legt im ersten Kapitel den Grundstein des Romans mit dem Tod eines Fotoreporters, der seinen beiden Enkelkindern besondere Geschenke hinterlässt. Maggie erbt ein Holzkästchen mit Muscheln aus allen sieben Meeren mit der Aufforderung: Wirf sie alle zurück! Jason erbt signierte Sportlerfotos. Jeder Autor bringt in den folgenden Kapiteln originelle Ideen ein und spinnt Motive weiter aus, sodass jedes Kapitel eine spannende Geschichte für sich ist und sich doch alle zu einer stimmigen Fotocollage fügen. Ein Buch, das nachdenklich macht und die eigene Fantasie beflügelt, denn jeder und alles kann zum Anlass einer Geschichte werden.</p>
<p>==</p>
<h3><span style="color:#888888;"><span style="color:#993300;">Die Bibliografie </span><br />
</span></h3>
<div>
<p><strong>Rotraut Susanne Berner</strong>:  &#8222;Einfach alles! Die Welt in Bildern&#8220;. Klett Kinderbuch 2009. 19,10 €</p>
<p><strong>Soledad Bravi</strong>:  &#8222;Piep, piep, piep. Das Buch der Töne und Geräusche&#8220;. Moritz Verlag 2009. 116 S., geb., 12,95 €. Ab 1,5 Jahren</p>
<p><strong>Michel Gay:</strong> &#8222;Eine Dose Kussbonbons&#8220;. Tobias Scheffler (Übersetzung). Moritz Verlag 2008. 32 S., 12,80 €. Ab 3</p>
<p><strong>Eva Muszynski, Karsten Teich</strong>: &#8222;Cowboy Klaus und sein Schwein Lisa&#8220;. 2007. &#8222;Cowboy Klaus und das pupsende Pony&#8220;. 2008</p>
<p><strong>Gudrun Likar/SaBine Büchner</strong>: &#8222;Prinzessin Fibi und der Drache&#8220;. 2009</p>
<p><strong>Salah Naoura</strong>: &#8222;Geheimnis um Baldini&#8220;. 2009. Alle: Tulipan Verlag, 7,95 €, ab 6</p>
<p><strong>Franz Hohler</strong>: &#8222;Das große Franz Hohler Buch&#8220;. Illustrationen Nikolaus Heidelbach. Hanser Verlag 2009. Ab 5 zum Vor- und Selbstlesen für die ganze Familie. 19,90 € (auch als Hörbuch: Igel Records. 15,95 €)</p>
<p><strong>Simon Mason:</strong> &#8222;Die Quigleys&#8220;. Gabriele Haefs (Übs). Carlsen Verlag 2009. 96 S., 7,95 €. Ab 8</p>
<p><strong>Andreas Steinhöfel</strong>: &#8222;Rico, Oskar und das Herzgebreche&#8220;. Carlsen Verlag 2009, 269 S., 12,90 €. Ab 10<br />
&#8222;Rico, Oskar und …&#8220; auch als Hörbücher, gelesen von Andreas Steinhöfel. Hörbuch Hamburg, 19,95 €</p>
<p><strong>Roddy Dodyle</strong>, Deborah Ellis, Gregory Maguire, Nick Hornby, Margo Lanagan, Linda Sue Park, Eoin Colfer, Ruth Ozeki, Tim Wynne-Jones, David Almond: &#8222;Klick &#8211; Zehn Autoren erzählen einen Roman&#8220;. Birgitt Kollmann (Übs.). Hanser 2009, 224 S., 14,90 €. Ab 12 Jahren</div>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8222;Wenn´s um Kinder geht, müssen wir heilig gucken!&#8220;</title>
		<link>http://pankowliest.wordpress.com/2009/06/22/wenn%c2%b4s-um-kinder-geht-sollen-wir-immer-heilig-gucken/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 11:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ciffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andreas Steinhöfel]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliotheken]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder- und Jugendliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Spannung]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Rico]]></category>
		<category><![CDATA[Tieferschatten]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles, was mit Kindern zu tun hat, soll möglichst billig und aus reiner Menschenliebe angeboten werden. Das sagt der Autor Andreas Steinhöfel, der in dieser Woche den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis bekommt. VON SARAH WILDEISEN (das ganze Interview auf taz.de) Pankow liest: Herr Steinhöfel, Wie reagieren Lehrer auf ihre Bücher? Mich hat mal eine Lehrerin [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pankowliest.wordpress.com&amp;blog=7801329&amp;post=250&amp;subd=pankowliest&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<h4 style="line-height:150%;"><strong><span style="color:#993300;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Alles, was mit Kindern zu tun hat, soll möglichst billig und aus reiner Menschenliebe angeboten werden. Das sagt der Autor Andreas Steinhöfel, der in dieser Woche den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis bekommt. </span></span></strong></h4>
<address><span style="font-family:Arial,sans-serif;">VON SARAH WILDEISEN (das ganze Interview auf <a title="Andreas Steinhöfel, Katholischer Kinderbuchpreis, Schreiben, Literatur" href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/auf-augenhoehe-schreiben/" target="_blank">taz.de</a>)<br />
</span></address>
<h4 style="line-height:150%;"><span style="color:#993300;"><strong><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Pankow liest: Herr Steinhöfel, Wie reagieren Lehrer auf ihre Bücher?</span></strong></span></h4>
<blockquote>
<p style="line-height:150%;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Mich hat mal eine Lehrerin kritisiert, &#8222;Paul Vier und die Schröders&#8220; sei nicht zur Schullektüre geeignet. Ich habe das Buch auch gar nicht als Schullektüre geschrieben. Erwachsene benutzen und instrumentalisieren Kinderliteratur oft. Bei Lesungen abends, wenn nur Erwachsene da sind, kommt immer die Frage: Warum schreiben sie Kinder- und Jugendbücher? Die erwartete Antwort ist: Damit aus unserer Welt ein besserer Ort wird. Wenn ich aber sage, weil ich damit meine Kohle verdiene, wollen das die Leute nicht hören.<span id="more-250"></span></span></p>
</blockquote>
<h4 style="line-height:150%;"><span style="color:#993300;"><strong><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Wollen Sie denn nicht, dass aus unserer Welt ein besserer Ort wird?</span></strong></span></h4>
<blockquote>
<p style="line-height:150%;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Mich nervt daran, dass wir alle immer heilig nach oben gucken sollen, wenn es um Kinder geht</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">. Wir sollen dann sagen, ach die Kleinen sind ja ganz toll. Und alles, was man für die Kleinen macht, ist auch ganz toll. Das heißt, selbst die Erfinder von Hüpfburgen sind ganz toll – auch wenn sie ihre Burgen nicht aus purem Idealismus bauen und umsonst abgeben. Als Kinderbuchautor wird man das gerne gefragt. </span></p>
</blockquote>
<h4 style="line-height:150%;"><strong><span style="color:#993300;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Ist das so?</span></span></strong></h4>
<blockquote>
<p style="line-height:150%;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Ich meine dieses entsetzte Aufkeuchen, wenn du am Telefon sagst, wir müssen auch noch über das Honorar für die Lesung reden. Und dann kommt: „Wie? Das kostet Geld?“ </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Alles, was mit Kindern zu tun hat, soll möglichst billig und aus reiner Menschenliebe angeboten werden.</span></p>
</blockquote>
<h4 style="line-height:150%;"><strong><span style="color:#993300;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Wie wichtig ist ihnen das Feedback von Kindern?</span></span></strong></h4>
<blockquote>
<p style="line-height:150%;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Ich bin relativ viel auf Lesereise. Ich könnte es auch lassen, denn Lesungen sind nicht das, was ich wirklich will. Ich habe als Autor ganz bewusst zwischen mich und die Welt ein Schreibtisch gestellt. Dennoch brauche ich den Austausch mit den Kids. Ich will wissen, ob das Zeug ankommt, das ich schreibe. </span></p>
</blockquote>
<h4 style="line-height:150%;"><strong><span style="color:#993300;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Was passiert da bei Ihnen?</span></span></strong></h4>
<blockquote>
<p style="line-height:150%;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Was mich wirklich sehr getroffen hat ist, dass sich Kinder durch Rico verstanden gefühlt haben, die selber auf Förderschulen gehen. Gerade hat mich eine Klasse aus Baden-Württemberg gefragt, ob sie nach Berlin kommen können, um mich zu treffen. Die sind richtig begeistert von dem Buch, jetzt wollen sie auch den zweiten Band lesen. Aber selbst wenn sie kein weiteres Buch mehr lesen sollten, dann habe ich sie auf jeden Fall einmal auf einem Fuß erwischt, auf dem sie sich angesprochen und ernst genommen gefühlt haben. Die haben die Erfahrung gemacht, dass ein Buch kein Buch mit sieben Siegeln für sie ist und dass es sie betrifft. </span></p>
</blockquote>
<h4 style="line-height:150%;"><strong><span style="color:#993300;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Seit der PISA-Studie ist Leseförderung ein großes Thema. Fühlen Sie sich da angesprochen?</span></span></strong></h4>
<blockquote>
<p style="line-height:150%;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Ich finde, die Eltern sollten sich da angesprochen fühlen. Die Eltern müssen sich abends mit Ihren Kindern hinsetzen und vorlesen, statt sie vor der Glotze zu parken. Kostet eben ein bisschen Zeit und Geld &#8211; nämlich ein Buch zu kaufen. </span></p>
</blockquote>
<h4 style="line-height:150%;"><strong><span style="color:#993300;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Man könnte auch in eine Bibliothek gehen! </span></span></strong></h4>
<blockquote>
<p style="line-height:150%;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Klar, da gibt es tolle Angebote, die nichts kosten. Aber es kommt trotzdem kaum einer. Da ist eine seltsame Schieflage. Was nichts kostet, gilt nichts. Daher gehen viele dazu über, auch in den Schulen, Geld dafür zu nehmen. Wenn es umsonst ist, bist du da vorne der Pausenclown. Wenn ein Schüler 3 oder 5 Euro gezahlt hat, hält er auch mal die Klappe. Das ist leider oft auch schon bei Kindern so, der Wert bestimmt sich über das Geld.</span></p>
</blockquote>
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		<title>Erzählzeit fesselt</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 16:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ciffi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Spannung]]></category>

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		<description><![CDATA[Was spielendes Erzählen mit Lesen zu tun hat VON CHRISTIAN FÜLLER Gerade haben Engin und sein Nebenmann noch gebalgt. Die Frage von vorne, um was es denn letzte Woche in dem russischen Märchen gegangen war, hat die Burschen wenig interessiert. Sie necken und schubsen sich gegenseitig. Schon sind sie beide vom Sitzmöbel auf den Boden [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pankowliest.wordpress.com&amp;blog=7801329&amp;post=216&amp;subd=pankowliest&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color:#993300;">Was spielendes Erzählen mit Lesen zu tun hat<br />
</span></h2>
<address>VON CHRISTIAN FÜLLER<br />
</address>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Gerade haben Engin und sein Nebenmann noch gebalgt. Die Frage von vorne, um was es denn letzte Woche in dem russischen Märchen gegangen war, hat die Burschen wenig interessiert. Sie necken und schubsen sich gegenseitig. Schon sind sie beide vom Sitzmöbel auf den Boden gerutscht. Konzentration sieht anders aus.<br />
</span></p>
<h3><strong><span style="color:#993300;">Plötzlich sind alle mucksmäuschenstill<img title="Mehr …" src="https://dieelternvondermarie.wordpress.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-216"></span></span></strong></h3>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Aber plötzlich ist es hier mucksmäuschenstill. Innerhalb weniger Minuten hat es Sabine Kolbe geschafft, alle 24 Erst- und Zweitklässler im Raum zu fesseln. Die Schauspielerin fragt nämlich jetzt keine komplizierten Fragen – sondern sie erzählt einfach. Erzählt die Geschichte von Bella und Huarne, die so gerne heiraten würden, aber kein Geld dafür haben. Die Geschichte wird ein großes Abenteuer, weil Huarne allzu nah an die Wasserhexe herankommt, die ihn prompt verzaubert.</span></p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Verzaubert wirken auch die Kinder: Fritz hat den Mund sperrangelweit offenstehen – weil er verstehen will, wozu Bella ihrem Märchenprinzen Huarne ein Glöckchen und ein Zaubermesser mit gibt. Auch Falk guckt jetzt gebannt nach vorne, wo Sabine Kolbe die Geschichte mehr spielt als erzählt.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Ich fühle mich auf dem Reisekoffer wohler.&#8220;</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Kolbe hat Erzählen studiert, ja, das konnte man eine Zeitlang an der Universität der Künste. Wenn die Mittvierzigerin vorspielt, wie das Messer Fische in kleine verwunschene Männer zurückverwandelt, dann ist es im Struwelpeterraum der Grundschule an der Marie mucksmäuschenstill. „Ich rücke den Märchenstuhl immer an die Seite“, sagt Kolbe. „</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Ich fühle mich auf dem großen Reisekoffer wohler</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;"> – da kann ich besser spielen.“ Und dann setzt sie sich zur Probe in den mit dickem bordeauxroten Samt beschlagenen Stuhl, um zu zeigen, wie man darin versinkt und bewegungsunfähig wird.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Sie können förmlich zuschauen, wie der Wortschatz und die Erzählfreude der Kinder größer wird.&#8220;<br />
</span></p></blockquote>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->„<span style="font-family:Arial,sans-serif;">Sie können förmlich zuschauen, wie der Wortschatz und die Erzählfreude der Kinder größer wird</span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">“, sagt Kolbe. </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8222;Die Kinder lernen, die Struktur von Geschichten zu erkennen &#8211; und dann auch selbst anzuwenden.&#8220; Klingt wie ein Paradox: Wieso lernen Kinder besser lesen, wenn man ihnen etwas erzählt? Der Widerspruch ist, wie die Kinderbuchforschung gezeigt hat, gar keiner. Über das Vorlesen oder Erzählen bekommen die Kinder Sprachgefühl und, viele wichtiger, sie verbinden das Vor-/Lesen mit einem emotionalen Erlebnis. </span>&#8222;Aus dem Erleben des aktiven Zuhörens erweitern sich die Phantasie, der Wortschatz und die narrativen Kompetenzen der Kinder&#8220;, sagen die ExpertInnen von<a title="Erzählkunst" href="http://www.erzaehlkunst.com/sprachfoerderung.html" target="_blank"> Erzählkunst. </a>&#8222;Die Kinder werden selbst zu Erzählern und erfinden sprachlich und stilistisch komplexe, berührende Geschichten.&#8220;</p>
<p>Jedes Projekt, das von Inititativen wie Erzählzeit für Schüler entworfen wird, braucht eine Verbindung in die Schule hinein. Im Falle der Erzählzeit waren dies die Lehrerinnen Jeanette Arndt und Silke Sudhoff von der Berliner Grundschule an der Marie. &#8222;Wir haben schon  so viele Projekte miteinander gemacht&#8220;, erzählt Jeannette Arndt, &#8222;wir wussten dass das toll wird.&#8220; Und so wurde aus dem Antrag ein erfolgreicher. 50.000 Euro flossen aus dem Berliner Projektfonds für kulturelle Bildung. Profitieren konnten davon acht Schulen und zwei Kitas. (<a title="Erzählzeit, Langzeitprojekt, Grundschule an der Marie" href="http://www.erzaehlzeit.de/" target="_blank">Siehe Erzählzeit</a>)</p>
<h3><span style="color:#993300;"><strong>Ein Stotterer wird zum Hauptdarsteller</strong></span><img title="Mehr …" src="https://dieelternvondermarie.wordpress.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></h3>
<p>„<span style="font-family:Arial,sans-serif;">Leseförderung ist wichtig“, sagt Arndt. „Und es ist gut, wenn dazu von außen Leute mit Projekten kommen, die eine andere Profession als die Lehrer haben.“ </span>Welche Bedeutung Projekte haben, die den normalen Unterrichsrahmen sprengen, erfuhren Arndt und Sudhoff bei der Odyssee, die sie einst an der Schule aufführten. Bei &#8222;Die Odyssee. Ein Kinderspiel&#8220; stand plötzlich ein Junge, der unbedingt eine große Rolle spielen wollte. Kein Angeber, kein Selbstbewusster. &#8222;Der Junge kam mir scheu und sehr zurückhaltend vor. Außerdem stotterte er ab und zu und las schlecht&#8220;, berichtet die <a title="Die Odyssee. Ein Kinderspiel" href="http://www.wettbewerb-kulturstiftung.de/show_project_short.aspx?ID=325" target="_blank">Spielleiterin. </a>Er wollte aber dennoch eine bedeutende Rolle spielen. Er suchte sich schließlich die des Königs Aiolos aus. Keine einfache Rolle &#8211; die aber eine Wandlung brachte.</p>
<p>&#8222;Er sprach anfangs sehr introvertiert, schaute seinen Gegenüber nicht an, hatte Schwierigkeiten mit dem Text. Doch er blieb hartnäckig. Büffelte immer wieder seine Rolle, trainierte sie auf der Bühne, lernte frei zu sprechen und ohne Stottern zu spielen.&#8220;</p>
<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Bei der Erzählzeit spielen die Kinder nicht selbst. Dennoch sind sie begeistert, sie fragen Sabine Kolbe am Ende, wann sie wiederkommt. Das ist etwas, was für die Erzählerin wichtig ist. Ihr geht es nicht nur um Leseförderung und Kooperation. Sie will Kunst zeigen. </span><span style="font-family:Arial,sans-serif;">&#8222;Unser Ziel ist es, hier eine künstlerische Qualität mit hereinzubringen &#8211; und die Kinder damit zu entfachen.&#8220; </span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pankowliest.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pankowliest.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/pankowliest.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/pankowliest.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/pankowliest.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/pankowliest.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/pankowliest.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/pankowliest.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/pankowliest.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/pankowliest.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/pankowliest.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/pankowliest.wordpress.com/216/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/pankowliest.wordpress.com/216/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/pankowliest.wordpress.com/216/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pankowliest.wordpress.com&amp;blog=7801329&amp;post=216&amp;subd=pankowliest&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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